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Aktuelles

Edelkastanie ist Baum des Jahres 2018

Die Edelkastanie – auch Ess-Kastanie genannt – stammt vermutlich aus Asien, ist aber seit Jahrhunderten im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Von dort haben die Römer die wärmeliebende Edelkastanie nach Westeuropa und Deutschland eingebürgert. Nördlich der Alpen in Deutschland beschränkt sich ihr Vorkommen auf den Südwesten, auf die Bereiche in denen auch Weinbau erfolgt. Der Schwerpunkt der Verbreitung liegt im Pfälzerwald in der Haardt und am Westabhang des Schwarzwaldes. Als Einzelbaum kommt sie jedoch auch bis in den Nord- und Ostseeraum vor.

Die Edelkastanie (Castanea sativa) verdankt den Namen ihren Früchten. Der Fruchtstand mit Nussfrüchtchen, die Maronen genannt werden, sind gebraten sehr schmackhaft. (Lesen Sie mehr über die Baumart Edelkastanie, ihr Holz, ihre Früchte und ihre waldbaulichen Besonderheiten in der nächsten Zeitung „Der Waldbesitzer“, die Ende Februar erscheint.)

 

Mitgliederversammlung 2017

Waldbesitzer vor historischen Herausforderungen: Bewältigung der Auswirkungen des Wettbewerbsrecht

Der Waldbesitzerverband für Rheinland-Pfalz veranstaltete am 27. November 2017 seine Mitgliederversammlung in der Stadthalle in Boppard. Über 300 interessierte Waldbesitzer waren gekommen, um zu erfahren, was der Präsident des Bundeskartellamts Andreas Mundt aktuelles zum "Rundholzverfahren" berichtete.

„Das Urteil des 1. Kartellsenats des Oberlandesgerichtes Düsseldorf vom März 2017 bedeutet einen erheblichen Einschnitt in die Zusammenarbeit der nichtstaatlichen Waldbesitzer mit Landesforsten“ stellte der Bürgermeister Hans-Günter Fischer einleitend fest. Das Holz der privaten und kommunalen Waldbesitzer muss künftig durch neu zu bildende kommunale Vermarktungsgesellschaften und durch die bereits bestehenden privaten Holzvermarktungsorganisationen verkauft werden. „Private und kommunale Waldbesitzer müssen auf der regionalen Ebene wettbewerbskonforme Partnerschaften eingehen“, sagte Fischer. Dabei gelte es, im Rahmen der Zusammenarbeit die regionalen Gegebenheiten und Synergien zu nutzen, um mit neuen Organisationsstrukturen die gesamte Forstbranche und das für Rheinland-Pfalz bedeutende Cluster Forst und Holz stärken.

Mit zehn Eckpunkten zur Neuorganisation des Holzverkaufes, die das Landesumweltministerium mit dem Waldbesitzerverband und dem Gemeinde- und Städtebund erarbeitet hat, geht es aus Sicht des Verbandes vor allem darum, die vorwiegend kleinen Privatwaldstrukturen zu stärken. So müssten die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse durch Förderungen in den Stand versetzt werden, eigenständige professionelle Organisationen aufzubauen, um Dienstleistungen für kleine private und kommunale Waldbesitzer zu erbringen. Die wichtige Aufgabe der Privatwaldbetreuung muss erhalten und ausgebaut werden. Sie erfolgt in enger Kooperation mit forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen. Darüber hinaus wird die Kommunalisierung der forstlichen Strukturen als zukunftsweisende Lösung beurteilt.

„Wir stehen vor einer Zeitenwende“, so Bürgermeister Hans-Günter Fischer. „Neben Eigeninitiative und unternehmerischem Handeln benötigen wir wirksame finanzielle Strukturhilfen für die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse und Gemeinden. Hier sind Bund und Land gemeinsam gefordert. Die bisher schon gewährten indirekten Förderungen müssen in direkte Förderungen umgewandelt werden“.

Um diese historische Aufgabe zum Erfolg zu führen, fordert der Waldbesitzerverband für Rheinland-Pfalz das Bundeskartellamt auf, den nichtstaatlichen Waldbesitzern in Rheinland-Pfalz ausreichend Zeit zur Verfügung zu stellen. „Hier gilt Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Die Forstbranche darf am Ende des Prozesses nicht einem weiteren Beschwerde- und Kartellverfahren ausgesetzt werden“, sagte Fischer.

 

Kartellverfahren

Der 1. Kartellsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf hat mit Beschluss vom 15. März 2017 die Untersagungsverfügung des Bundeskartellamts gegen das Land Baden-Württemberg im sogenannten "Rundholz-Kartellverfahren" im Wesentlichen bestätigt. Dem Land Baden-Württemberg bleibt es untersagt, die Vermarktung von Rundholz für Körperschafts- und Privatwald mit einer Fläche von mehr als 100 Hektar durchzuführen. Ebenso darf das Land für Besitzer von Waldflächen mit einer Größe von über 100 Hektar nicht mehr in die jährliche Betriebsplanung, die forsttechnische Betriebsleitung und den Revierdienst durchführen, wenn es hierfür eigenes Personal einsetzt oder für seine Dienstleistungen keine kostendeckenden Entgelte verlangt.

Lesen Sie weiter Hintergründe, die Position der Landesregierung zum Kartellverfahren und die möglichen Folgen von zivilrechtlichen Schadensersatzanforderungen hier:

Kartellverfahren_S2_S5

 

NATURA 2000

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) der Europäischen Union ist 25 Jahre alt geworden. Am 21. Mai 1992 wurde sie verabschiedet. Doch angesichts der widersprüchlichen Aussagen der Politik und der zu erwartenden Auflagen, ist den Waldbesitzern nicht zum Feiern zumute. Sie trafen sich Ende April in Boppard, um sich zu informieren.

Lesen Sie weitere Informationen zum Thema hier:

  Natura_2000_S9        Natura_2000_Waldbesitzer        Natura 2000 - Herausforderungen

 

Neue Unfallverhütungsvorschrift

Die Unfallverhütungsvorschrift Forsten wurde überarbeitet und liegt in der aktuellen Version (VSG 4.3) in der Fassung vom 1. Januar 2017 vor:


UVV_Forsten

Waldarbeiter, aber auch Waldbesitzer müssen sich aus Gründen der eigenen Sicherheit, aber auch aus versicherungsrechtlichen Gründen an diesen Vorgaben bei der Waldarbeit halten.

Mehr dazu lesen Sie hier:

Unfallverhuetung

 

Forstwirtschaft stärken - Klima schützen

Eindeutig nahm der Vorsitzende des Waldbesitzerverbandes für Rheinland-Pfalz, Bürgermeister Hans-Günter Fischer bei der Mitgliederversammlung Anfang Dezember in Boppard Stellung und sagte: „Wir brauchen weniger Ideologie und mehr nachhaltige Waldwirtschaft, nichts kann mit Holz in punkto Klimaschutz und Nachhaltigkeit konkurrieren.“ In seiner Grundsatzrede ging Fischer aber nicht nur auf den Wald und den Klimaschutz ein, sondern auch auf das Kartellverfahren und forderte die Landesregierung auf: „Lassen Sie uns gemeinsam neue wettbewerbsrechtlich tragbare Strukturen herstellen.“ Die bestehenden forstlichen Zusammenschlüsse und ihre Vermarktungsorganisationen müssen gestärkt werden. Kommunale Forststrukturen gilt es aufzubauen und zu verselbstständigen. Wir erwarten dabei direkte Unterstützung durch den Bund und das Land.

Lesen Sie hier weiter die Grundsatzrede von Bürgermeister Hans-Günter Fischer,

Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes für Rheinland-Pfalz:

MV 2016

 

Termine

25. Januar 2018  

Mitgliederversammlung des »Waldbauverein Prüm
im Veranstaltungs- und Kongresszentrum in Prüm. Beginn: 09.30 Uhr

21. Februar 2018  

Mitgliederversammlung des »Waldbauverein Bitburg
in der Keltenhalle in Preist, Beginn: 14.00 Uhr

9. bis 10. März 2018  

Motosägen-Lehrgang des »Waldbauverein Ahrweiler
im Haus des Waldes in Adenau. Beginn: 09.00 Uhr.

9. bis 10. März 2018  

Motosägenlehrgang des »Waldbauverein Trier-Saarburg
im Raum Mandern/Zerf, 1. Modul - Grundlehrgang, 230 € inkl. Umsatzsteuer

10. März 2018  

Mitgliederversammlung des »Waldbauverein Mayen-Koblenz
in der Gemeindehalle in Langenfeld.

12. bis 13. März 2018  

Motosägenlehrgang des »Waldbauverein Trier-Saarburg
im Raum Mandern/Zerf, 1. Modul - Grundlehrgang, 230 € inkl. Umsatzsteuer

14. bis 16. März 2018  

Motosägenlehrgang des »Waldbauverein Trier-Saarburg
im Raum Mandern/Zerf, 2. Modul - Aufbaulehrgang, 345 € inkl. Umsatzsteuer

16. bis 17. März 2018  

Motosägen-Lehrgang des »Waldbauverein Ahrweiler
im Haus des Waldes in Adenau. Beginn: 09.00

31. Mai bis 3. Juni 2018  

Tagesfahrt des »Waldbauverein Kusel
in den Spreewald.